eine einladung zum gemeinsamen nachdenken
ich grüsse sie alle, meine sehr geschätzten professoren (m) und professorinnen (w) und professor-dingsbums (d)…
entschuldigen sie bitte diesen sehr harten einstieg in das thema, aber ich möchte hier auf etwas aufmerksam machen, das in meinen augen künstlich erzeugter mist ist.
sprachen und dialekte sind gewachsen, hat einen historischen und regionalen bezug. das ist natürlich, und von daher gut. es steckt so viel information darin, wie in einer dna. wie ich zu dieser behauptung komme, erläutere ich ihnen sehr gerne später.
kommen wir auf das künstliche vom menschlichen geist geschaffene zurück, dieses verfluchte gendern. das zerstört die würde der poesie, lässt die herkunft im unklaren. wer hat sich denn diesen bockmist nur ausgedacht, frage ich jetzt mal ganz provokativ. wissen sie das? – ist das eher gut oder schlecht? – fragen sie mal die einfachen leute auf der strasse nach ihrer meinung, was die zur verhunzung von unserer schönen sprache halten. – im deutschen treibt das wirklich unschöne blüten, noch viel hässlicher als im englischen, spanischen oder türkischem.
grundlagen meiner forschungstätigkeit ist die verwurzelung der begriffe in alten sprachen, dialekten. weltweit.
ich bin neu hier in der runde, aber ich habe eine wichtige botschaft zu verkünden. und die geht sie alle was an. fachübergreifend. es geht um ihre eigene forschungsarbeit, die sie jahrelang liebevoll vorangetrieben und gepflegt haben.
habe ich jetzt ihre aufmerksamkeit?
sehr schön. ich habe auf meiner webseite demonstriert, dass ich in der lage bin, sprach- und dialektbezogen echt was drauf habe. und das bei vollkommener unkenntnis der sprache, der kulturellen gepflogenheiten, der richtigen ansprache, etc. das alles mit chat gpt. verwirklicht. mit nur wenigen prägnanten arbeitsanweisungen auf deutsch und atlansagyty. der atlantischen sprache “atlansagyty”
“atlansagyty”? – noch nie davon gehört, aber sie haben jetzt mein interesse geweckt! – erzählen sie mir mehr davon, wo kann ich das nachschlagen, wo finde ich quellen, wo finde ich beweise?
zunächst eimal eines: ich bin der don getorio mike gordon karrer.
ich komme nicht als bittsteller an und bitte um gehör.
ich komme an, um jetzt primär das richtige publikum anzusprechen, nämlich dich!
“dich” und nicht “sie” oder “ihnen”!!! den alten bart des standesdünkel werde ich schon gleich beim ersten treffen abschneiden.
nach meinem verständnis sind wir alle forscher und suchende nach licht, wahrheit und klarheit. sei es professor, laborassistent, student oder schüler. wir sitzen alle im gleichen boot oder im gleichen dreck der archäologischen ausgrabungsstätte. wir alle haben ein ziel: erkenntnis zu erlangen.
erkenntnis, nicht wissen! – wissen kommt erst sehr viel später, wenn überhaupt. erst mal was einsammeln, von dem man denkt, das könnte interessant sein. unabhängig ob sinnvoll oder sinnentleert. das wird sich bei genauerer betrachtung schon noch zeigen. nämlich von allen seiten des stücks. von oben, von unten, von vorne, von hinten, von links, von rechts. wie sieht das unter kunstlicht aus, oder tageslicht? leuchtet das eventuell im dunkeln? wie sieht das denn genau von aussen bei minus-temperaturen aus, bei extremer hitze, was ist,wenn´s nass wird -explodiert das dann?
wie sieht es denn von innen aus, ohne zu öffnen, ohne radar, ohne computertomografie? – solange man nicht eindeutig sagen kann, “ich kenne die antwort!!!” – solange darf man sich nicht rühmen, wissen über etwas zu besitzen – man ist lediglich ein etwas vorangeschrittener erkenntnisausgräber.
darf man da die forderung nach einer extrabehandlung erheben, nach der nennung des titels in voller länge: prof. dr. dr. dr. rer. nat. zum beispiel und der bestimmung “gesiezt” zu werden?
wir sind alle menschen und gleich viel wert. der junge student und der alte professor, da gibt es keinen unterschied. man begegnet sich daher auf gleicher augenhöhe mit einem respektvollen “du”, statt einem kühlen distanzierten “sie”. einzig und allein entscheidend ist der tiefgang. und der sollte nicht offen zur schau getragen werden.
im kampfsport heisst es: du bist dan-träger, hast einen schwarzen gürtel. trage ihn bewusst, um anzuzeigen, dass du bereit bist, schüler anzunehmen, nicht am badestrand oder beim einkaufsbummel. protze nicht damit In der gesellschaft, sei bescheiden und glücklich. denn wenn du anfängst damit zu protzen, wirst du sehr bald an jemanden geraten, der besser ist als du. und den gibt es garantiert auf der welt – der macht dich dann vor versammelter mannschaft zur schnecke.
auch die ansprache professor, doktor, lehrer ist bewusst in der männlichen form gewählt, denn sie inkludiert auch die weiblichen professoren, doktoren und lehrer, studenten und schüler.
während die explizite nennung von professorinnen und doktorinnen etc. ein abloluter hinweis drauf ist, dass nur weibliche kollegiums-ohne”glieder” gemeint sind. die männer (mit-“glieder”) bleiben dabei aussen vor.
ich als don getorio stelle diese regelung mal allgemein zur diskussion: ist es gerecht, dass jemand extra erwähnt wird, obwohl man schon in der allgemeinen nennung bereits bedacht wurde?
“ein schlag ins gesicht der feministinnen”, werden die einen oder anderen jetzt sicher denken, “jahrelange arbeit alles umsonst!”
“na und? – versuch und irrtum in der sprache ist durchaus legitim, wenn man(nicht: “man/frau”!) zu dieser erkenntnis kommt. das muss jede mit sich selbst ausmachen.
jahrelange arbeit an etwas, das echt nichts bringt, die sprache verhunzt und die probleme von heute nicht löst, sondern überdies noch den fokus der aufmerksamkeit mit aller gewalt auf sich ziehen möchte.
“pfff! so ein macho! – was will der mir denn jetzt erzählen und vor allem: warum schreibt der denn alles klein? hat der keine grundschule besucht oder klemmt bei dem etwa die umschalttaste auf der tastatur und womöglich auch noch so einiges andere im hohlen kopf?”
“ok. das war jetzt eine sehr berechtigte frage… die nächste bitte!”
– ich lass jetzt mal als atlantischer druid den leitwolf raushängen aber so richtig macho-mässig, seid froh, dass es nicht was anderes ist.
wenn ihr allesamt fragen habt, verkneift sie euch. ihr kommt zu mir und sagt folgende begrüssung:
“don getorio mike gordon karrer. ich habe ein kniffliges problem und komme nicht weiter. hier ist mein aktueller erkenntnishorizont. bitte hilf mir weiter.”
ich schaue mir die sache an, gebe dir erkenntnisse, die dir noch fehlen, damit du das problem eigenständig lösen kannst.
unter gar keinen umständen werde ich dir was kompliziertes erklären, wenn dir die basis fehlt, auf der du aufbauen kannst.
du wirst garantiert freundenstrahlend meinen ausführungen lauschen , die ich dir auch gerne bis ins detail erklären werde. aber in wahrheit hast du nur 50% davon verstanden, nickst verständnisvoll und hast die grins-klammer in der fresse. wenn du dann die tür rausgehst, sind es nur noch 45%. wenn du dann ganz begeistert deinen kumpels was erzählen willst, was du heute tolles in erfahrung gebracht hast, sind es nach 3 bier nur noch 30% vorhanden. was ist mit den anderen 70%? – die werden irgendwie aus analogien, herleitungen aus “altem wissen”, etc. zusammengeschustert.
willst du wirklich wissen, woran mich das erinnert? – an meine arbeit mit dem alten chat gpt! – der hat das nämlich genau so gemacht! von tuten und blasen keine ahnung, aber ein allerweltwissen verfügen ohne konkrete zusammenhänge. und wenn man da genau nachbohrt dann kommt echt scham-haarsträubendes zu tage. da werden sachen erfunden, unwahres als wahrheit verkauft.
es wundert mich von daher nicht, dass die arbeit mit chat gpt an der uni verpönt ist. wer so anfängt, brücken über täler der unkenntnis zu schlagen, der wird scheitern!
es gibt da einen guten alten spruch der atlantischen druiden:
“gefährliches halbwissen ist die grundlage von katastrophalen pfusch!”
mit dieser erkenntnis lasse ich dich jetzt alleine. denk darüber nach. mehrere tage sogar. schlaf darüber. am besten mit deiner frau. rede mit ihr darüber. sie hat einen ganz anderen blickwinkel als du.
männer denken eher strukturiert: “wie komme ich am schnellsten von a nach b? “
frauen denken eher: mal gucken, was es da noch in den seitengassen gibt. was für optionen habe ich? – die denken eher in eventualitäten. dafür verzetteln die sich um so schneller.
zusammen bildet ihr aber ein tolles paar: der mann durchdenkt sich die richtung, wo es langgehen soll, die frau steht ihm als weise beraterin zu seite. sie unterstützt ihn in seinen belangen und warnt vor möglichen fallen, in die er blindlings gelaufen wäre.
wichtige erkenntnis daraus: der mann denkt, die frau lenkt ihn ein bisschen in die richtige richtung, ohne zu manipulieren.
das ist schon seit jahrmillionen so. ein typisches verhaltensmuster zwischen mann und frau. schaut euch doch mal die unheiligen knospentriebe in der jüngsten vergangenheit an. besonders in der politik: frauen, die etwas gaga im kopf sind, bestimmen rein emotional über vernünftig denkende menschen, es wird eine frauenquote von 50% mitbestimmung propagiert.
wisst ihr eigentlich was das heiss, im klartext?
gleichberechtigung etwa?
einfach mal ein bisschen nachdenken: der mann sitzt am steuer des wagens. und will jetzt auf der autobahn richtung süden nach palermo abbiegen. die frau, – weil sie ja gleichberechtigt ist – greift ihm ins steuer, reisst es rum und es wird jetzt mailand anvisiert, weil sie da noch schuhe shoppen gehen will.
das passt dem mann nicht, der will unbedingt nach palermo, der will endlich an seinem urlaubsort ankommen, das zelt aufschlagen, alles paletti machen für eine übernachtung und dann, wenn alles fertig ist, an die bar gehen, einen bechern..
was passiert bestenfalls?
ein hickhack, stillstand, endlosdiskussionen anstelle von vorankommen!
was passiert schlimmstenfalls?
der mann verliert die nerven und knallt seiner frau eine, aber ordentlich. damit endlich ruhe ist. die wiederum lässt das nicht auf sich sitzen und kratzt ihm während der fahrt die augen aus . ein unfall passiert, bei dem viele unbeteiligte verwickelt werden. vielleicht sogar tote. das sieht dann auch aus wie auf dem schlachtfeld. – krieg…
wäre es da nicht sehr viel besser, bei der tradition zu bleiben, die sich altbewährt hat? da haben sich in der vergangenheit sehr viele schlaue leute gedanken darum gemacht und geprüft, ob das gut ist und ob man das weitergeben kann. der neumodische scheissdreck taugt nichts. der ist nur neumodisch.
genau so wie der brandneue staubsauger aus den USA mit dem wohlklingenden namen dusterasor zx 3000 welches der nette vertreter an der haustür einem schmackhaft machen möchte.
da braucht man aber nur mal gezielt nachzufragen: was wurde denn verbessert an dieser “eierlegenden wollmilchsau” dusterasor zx 3000 im vergleich zu dusterasor zx 2999? ist das etwa eine versionierungsnummer? – was für einen scheiss hat man denn von 0001 – 2998 fabriziert? und überhaupt : die produktionslinien dusterasor ab,tr,zy allesamt von 0001-3000 sind mir absolut unbekannt noch nie was davon gehört.
“klär mich mal auf, was wird denn hier gespielt? “
du hast dann noch nie so schnell einen verlogenen haustürvertreter abflitzen sehen.
um auf eine interessierte frage zurückzukommen, warum ich alles klein schreibe… – da stelle ich die gegenfrage: “warum schreibst du denn gemischt gemeine und versalien durcheinander? es reicht doch vollkommen aus nur in einer art zu schreiben. entweder in versalien:


einmal schwer und einmal leicht. für was entscheidest du dich? –

dann werde ich dir sagen: “mach dich mal mit den grundzügen der schrift vertraut, die gemeinen entstammen der handschrift zur informationsweitergabe auf pergament, die versalien der römischen kapitalis ist eine monumental-schritt. von hammer und meissel in stein geschlagen.
wir hätten also hier handgeschriebene gemeine und in stein gehauene römische kapitalis. wie passt denn das jetzt so richtig zusammen, dass es wie aus einem guss aussieht. so richtig schön corporate design mässig?” – “hä? corporate design? – was ist denn das jetzt schon wieder? – meine lieben professoren und doktoren, ich will euch nicht unterstellen, dass ihr keine ahnung habt, was ein corporate design ist, es geht nur darum: diese informationen hier sind nicht nur für euch alleine gedacht, das liesst die ganze welt mit! und schon steht ihr im rampenlicht, ganz unfreiwillig.
bisher war es nur eine nette plauderei, jetzt geht es zur sache.
es geht um deinen speziellen forschungszweig. es geht um alles. maximaler ruhm oder vergänglichkeit deiner arbeit, in die du so viel mühe und fleiss investiert hast über all die jahre.
ich sage dir und euch jetzt mal was an: wenn ihr neugierig seid, auf das, was innerhalb der nächsten monate sich revolutionionär entwickeln wird. dann spitzt mal schön die lauscher und gebt fein acht:
ich stelle sehr einfache fragen, die du mit “ja”, “weiss nicht” oder “nein” beantworten wirst. –
option 1: “ja!” – aber ganz spontan und ohne zu zögern. für wahrheit und klarheit braucht man nicht lange zu überlegen. die ist da und sofort abrufbar. wahrheit macht frieden! nicht umsonst werden die colts auch “friedenshaken” genannt:

option 2: mal überlegen – “ok, wie kann ich den scheiss, den ich gebaut habe, glaubhaft vermitteln?”

option 3: schnelles antworten, aber drumherumgeschwafelt, um zeit zu gewinnen – oder lange überlegen bedeutet: “augenblick, muss mir jetzt erst mal ein lügenkostrukt ausdenken…”

entschuldig bitte die abschweifungen, ich weiss, das war sehr unhöflich. – hab ich aber gebraucht, um meinen standpunkt zu erklären. – aber jetzt bin ich wieder ganz bei dir:

machen wir doch mal ein ganz einfaches beispiel. du als professor bist zweifellos der meister deines fachs. du bist sehr belesen, das glaube ich dir. aber hast du wirklich alles gelesen, was bis heute mittag 12:00 uhr in deinem fachgebiet veröffentlicht wurde? – hast du das auch komplett verstanden?
machen wir doch mal ein konrkretes beispiel, das auch wirklich hinz und kunz nachvollziehen können. du bist jetzt der professor für maya-pyramiden in yucatàn.

dort ist noch längst nicht alles erforscht. da wird täglich was gefunden, was neue rückschlüsse zulässt. mehrere grabungsteams arbeiten dort und jeder veröffentlicht seinen bericht, entweder auf spanisch, radebrechendem englisch, niemals auf deutsch und gelegentlich auch auf maya yucatàn:

maya yucatan ist eine sehr verbreitete sprache in diesem gebiet. ich würde sogar sagen: das ist die erste quelle! was willst du nun tun? – text überlesen und warten bis die englische übersetzung in 9 monaten kommt?

– bis dahin hast du diesen artikel garantiert verschlampt! – niemand, aber auch wirklich niemand hebt etwas über längere zeit auf, von dem er keine ahnung hat, ob das was taugt oder nicht! diesen text hier hast du zudem noch aus einer archäologische zeitschrift kopiert:
dieser text ist vielleicht noch etwas blöd an den rand gesetzt worden, die wurde, da die archäologische zeitschrift eine dickere ausgabe ist aufgeschlagen auf die platte des kopierers gelegt.

erfahrungsgemäss wölbt sich die literarische prachtausgabe dann so blöd, sodass ein bisschen was vom text in den falz kommt, durch schatten abgedunkelt wird oder total unleserlich geworden ist, zudem noch jede menge fingerabdrücke.

aber wir gehen jetzt mal vom idealfall aus. du ziehst dir eine astreine kopie aus der zeitschrift raus, und die sieht wider erwarten und entgegen aller wahrscheinlichkeit korrekt abgebildet aus, ja geradezu: wie geleckt!
und dann? – ja, was machst du dann? du kannst kein maya yucatàn. du brauchst einen spezialisten. nicht einen aus hintertupfingen, sondern wirklich einen direkt vor ort und du kennst sogar einen dort, der das übersetzen könnte! das problem ist nur: diesen artikel hast du heute morgen 08:00 uhr ortszeit in saarbrücken gesichtet. den brauchst du aber bis 10:00 uhr allerspätestens für die vorlesung in der uni. was sind also deine optionen, im dienste der forschung? – du machst blöd wie eine angeschossene wildsau, mailst dem was durch an die uni-mailadresse deines kollegen juan, drüben in Mexico!
als nach einer halben stunde immer noch keine antwort kommt gehst du aufs ganze: “könnte sein, dass der noch pennt, – macht nix, den mach ich jetzt mal munter. der solll gefälligst mal was für mich tun!”
rufst an, nach 10 minuten geht er verschlafen ans telefon und meldet sich halbwegs höflich am telefon: “¡si, digame!”
ich spiele jetzt mal den total überdrehten und begeisterten professor aus saarbrücken, der aus forscherdrang und enthusiasmus echt alle benimm- und konversationsregeln über bord schmeisst: (entschuldigt bitte die überspitzte konversation, sieh dient wirklich nur zur veranschaulichung der problematik und hatte nie die intension, eine person oder berufsstand lächerlich zu machen. immer schön locker bleiben!):
“ei passemol uff, juan, isch han do e´escht saumässisch interessanter artikel in de zeitschrift als hinwees krit. demzufolge soll was escht interessantes entdeckt worre sin. kennschte mer mol e escht grosser gefalle tun, nur mol korz driwwergugge un mir dann e detaillierter berischt schicke? – am beschde schun glei!
scheh gesetzt uf deitsch un uff englisch, jo – un spanisch wär aach ganz gudd, do bischde jo fit drin, des derft dann aach ken grosses problem sin.” – un lass der net zuviel zeit, ich brauch das jetzt in ner balb schtunn! – hopp, dabberche!!!”
jetzt mal unter uns, für alle die diese konversation höchst belustigt mitgelesen haben, wie wird wohl die reaktion des studienkollegen juan drüben in yucatàn ausfallen?
version 1: juan noch höflich, (60% saarländisch, 40% mexikanisch-spanisch):
ey, alder… sabes tú eigentlich, wieviel uhr mir heit hann? – es is 01:30 Uhr! 😄
madre mía… du has des an mei arbeits-mail bei de uni geschickt!
espera un momento… isch steh jetzt emol uff, geh runner ins arbeitszimmer, schmeiss de rechner aa un logg misch in mei uni-account ei.
isch guck mer des nachher ganz tranquilo in aller ruhe aa. jetz is wirklich zu spät, hombre… aber isch geb dir rechtzeitig bescheid, versprochen.
isch denk an disch.
muchos saludos un ganz dicke besitos an alle!
dein juan 🇲🇽❤️
ei, no pasa nada… des krieje mer schunn hie!”
(… herrlich diese konversation mit dem saar-mexikaner, rischdisch goldisch, gell? – do geht ennem so rischdisch es herz uff!)
version 2: juan ist leicht stinkig (30% saarländisch und 70% spanisch)
“¡oye, compadre! una cosa te voy a decir de una vez… ¡así no funciona, hombre!
¿tú sabes eigentlich, wieviel uhr mir heit hann?
isch komm grad von de fiesta, bin noch richtig gut druff… un dann kommst du un knallsch mer do eimer voll arbeit vor de latz! ¡no manch es sofort!
jetzt hab isch echt kei bock, noch de computer anzuschmeisse. ausserdem han isch so viel cerveza un tequila kreuz un quer durcheinander gesoff, dass isch im moment überhaupt ned in de laage bin, do jetzt e qualitativ hochwertige arbeit abzuliefern.
¡mañana sí! mañana, wenn de kopf widder klar is, mach isch de rechner aa, logg misch in mei uni-account ei un guck mer alles in ruhe aa.
hoy… olvídalo. heute is feierabend, amigo. 😄
komm morje widder, wenn de mehr kannsch!
¡buenas noches, un cuidate!
juan 🇲🇽🍺”
(puuh, der war jetzt aber echt korrekt und berechtig stinkig. so ebbes macht macht ma jo aach net unter saarländer, noch net emol mit pälzer. isch han do gut lache, isch bin e rucksack-saarlänner aus de palz. wenn dich aus em dorf rausgeh, dann steh ich in saarländischem kulturland. awwer es dorf geheert noch zu zweebrigge. vom dialekt her kann ma mich net unnerscheide, ob isch zweebrigger oder e homburjer bin, zur not kennt ma mich aach als neinkeier (ureinwohner von neunkirchen/saar) odder saarbrigger dorschgehn losse. awwer bei permesens odder
lautre, do hörts uff, die schwätze ganz annerschta!
soviel mal zum thema dialekt. machen wir mal weiter mit juan, der ist jetzt so ziemlich hochgradig angepisst:
version 3: juan total aus dem häuschen (87,5% spanisch, 96,8 % saarländisch)
¡oye, ahora sí se acabó!
weisst du eigentlich, dass du mer die ganze nacht versaut hascht?
isch han heit uff de fiesta grad die maria abgeschleppt un wollt grad so schee e kneppche mache… do kommst du idiot daher un klingelscht wie gedopt!
kannscht du mer mol saan, wie ma do noch in ruhe sei spass hann soll?
dir han se wohl in de hernkaschte ringeschiss!
do hascht dei scheiss-iwwersetzung.
¡Bix a k’áat chi’ob!
Bejla’e’ táan u yúuchul jun p’éel noj túumben ilaj.
Táan u k’uchul u joolil le ichil kúulo’ob, tumen táan u yilaj u beelil u je’ets’ik le noj p’isol naj.
Jun p’éel utsil meyajil ku ts’áik u jats’ik yéetel u ts’apik le noj p’isol, tu láakal p’éel p’éel p’íit.
Yáax máax ku yilik, ku yáantik bix ma’ tu páajtal u meyajil le máasewáal máaya’ob tu yáax k’iino’ob.
“heute haben wir einen sensationellen durchbruch erreicht.
der eingang zum inneren tempel wurde entdeckt, ebenso die vorrichtung, mit der sich die steinerne tür in der wand öffnen und wieder schliessen lässt.
es ist erstaunlich zu erkennen, wie weit entwickelt das technische können der alten maya bereits gewesen ist.“
un jetzt pass mol gut uff: meld dich bloss nimmeh bei mir!
es sei denn, du stehscht innerhalb vun de nächste 48 stunn mit enem kaschte bier un eme ringel lyoner vor meiner haustür. 😄
dann könne mer vielleicht noch emol dribber schwätze…
¡hasta luego!
juan 🇲🇽🍺
“hmmm.. ziel erreicht. aber um was für einen preis! das geht auch viel eleganter. ich zeige euch wie.
meinen einstand in den akademischen elite-kreisen stelle ich mir so vor:
ihr seid professoren aus verschiedenen fachgebieten, egal was. mir egal. hauptsache unterschiedlich. aber vielleicht doch noch ein bisschen zusammenhängend. – das wäre ganz toll, damit man mal sehen kann, was passiert, wenn man mal über den eigenen tellerrand des eigenen forschungsgebietes drüber wegschaut.
ich kenne mich mit eurem fachgebiet echt nicht aus, keine ahnung, was da euer steckenpferd ist. – aber ich muss da eine ordentliche lösung finden!
wie wäre es denn mit einem kleinen spielchen? – ich liebe kleine neckische spielchen, besonders an den lieben professorinnen. (kleiner scherz am rande…).
zu den spielregeln:
1.) ihr seid 3 lustige professoren, die spass verstehen, und 4 lebenslustige professorinnen, die für jeden spass zu haben sind. – also nicht verklemmt, und keiner geht mir zum lachen in den keller!
2.) ihr sprecht euch untereinander ab, wer mir was aus dem eigenen forschungsgebiet was einreicht, das sich womöglich noch mit denen anderer kollegen überlappen könnte.
3.) ich nehme an, ihr wollt mich richtig prüfen, für meine grosse schnauze… und mir extra schwere aufgaben stellen, so direkt aus eurem forschungsgebiet mit der tendenz zur ahnungslosigkeit, was da noch kommen könnte, denn das ist selbst für euch neuland.
4.) hey… das klingt richtig interessant. lass mal hören, was da sonst noch alles kommt…
ihr schickt mir alles per email an mich. pro fachgebiet habe ich eine woche zeit, um mir alles wesentliche zusammen zu suchen.
d.h. nach 7 wochen allerspätestens ist präsentationstermin!
5.) “entweder hat der typ eine schraube locker oder der ist richtig gut…”, wird es euch gerade durch die gelockerten hirnschrauben gehen.
7.) präsentationstermin ist dann an einem samstag, im kaminzimmer von der lokalität. in limbach-kirkel. ihr, die ihr eingereicht habt, werdet das kaminzimmer buchen, nachdem ich euch bescheid gegeben habe, dass ich fertig bin. wir werden so richtig gut speisen und erlesene getränke zu uns nehmen. es uns einfach mal an dem tag und nacht so richtig gut gehen lassen. nach dem essen noch ein bisschen plaudern über eure erwartungen an die präsentation und zukünftigen Entwicklungen.
8.) mein hauptansprechpartner aus der professorenrunde, dem ich die bestätigung geschickt habe, dass ich fertig bin, wird dann auf seinem mitgebrachten laptop per internet einen zugang zu meiner homepage zum gesicherten bereich einleiten. ich habe dann dort 7 verschiedene professoren-aufgaben abgeheftet, in ordnern, mit dem profilbild und dem namen des professors oder professorin. eingereichte thematik, eingereicht wann, selbsteinschätzung der prüfung:
1.) unmöglich
2.) sauschwer
3.) schon ein bisschen knifflig
damit alles so seine corporate identity hat, also vergleichbar ist, bitte keine formeln mir an den kopf klatschen, sondern euer problem in worten beschrieben. lasst euch ruhig zeit, damit, zu überlegen, was und wieviel ihr dazu schreibt. ein absatz ist zu wenig – 3 DIN A4 seiten professorengeschwurbel ist definitiv zu lang.
also bitte ein bisschen fair sein und verständlich einige hintergrund-infos dazugeben, was euch ausgebremst, beschleunigt, oder wie auch immer eingeschränkt hat.
falls ich das nicht mit eurer bewertung “sehr gut” oder zumindest “gut” präsentiere, dann übernehme ich die rechnung für speis und trank für den ganzen abend. es wird solange geblieben, bis zappenduster ist, oder der letzte trinkfeste professor unterm tisch liegt. – arm in arm mit seiner angesäuselten professoren-kollegin.
ein bild für die götter! (ich hoffe, ihr amüsiert euch jetzt schon voller freude oder schadenfreude) – was schadenfreude betrifft:
ich hab da eine ganz böse zunge, wenn es um das zaubern von informationen geht und werde jetzt charmant-frech, indem ich behaupte:
für jede unterentwickelte kulturstufe fühlt sich höhere technologie wie “zauberei” an. wenn ihr also denkt, ich zaubere, dann kapituliert euer hochtrainierter geist vor meiner Intelligenz! das war jetzt aber mal so richtig fies einen schuss vor deinen “ego-bug” geballert.
“na, findest du das lustig? – ich spüre richtig deine blut-wallungen, ich kann dich bis hierher riechen, weil du extrem müffelst, vor erregung – lach!
habe ich etwa an eurem stolz gekratzt? – dann reden wir mal nach diesem kleinen spielchen wie zivilisierte männer und frauen.
also: was ich von euch brauche, ist eine einreichung eurer prüfung für mich, bitte per mail. egal, ob deutsch, saarländisch, englisch, spanisch, arabisch oder chinesisch, sumerische keilschrift. jede sprache dieser welt ist mir geläufig. sogar sehr viele dialekte, sofern sie im internet irgendwo abgebildet sind.
also mit sprachen könnte man mich mal testen – wenn euch das auf der seele brennt.
quantenmechanik: die allerneuesten erkenntnisse
seit 2026-06-01. alles was davorliegt, sind dinosaurier aus der quanten-urzeit. die lassen wir mal unangetastet für die archäologen in 9 jahren.
ihr kennt doch sicher das prinzip das hinter der verdoppelung und halbierung von zahlenreihen steht?
1; 2; 4; 8; 16; 32; 64; 128; 256; 512; 1024; 2048; 4096; 8192; … etc.
1; 0,5; 0,25 ; 0,125; 0,0625; 0,03125; … etc.
ihr werdet feststellen, wenn ihr mal bei völliger unkenntnis der sachlage und ein bisschen bei nicolai tesla spickt, dass es da was ganz einfaches gibt über die quersumme der quersummen. der hat es nämlich als erster erkannt.
spicken ist erlaubt bei mir, man darf sich sogar dabei erwischen lassen… passiert nichts. man muss assoziationen erkennen, die stehen auf keinem spickzettel der welt, auch nicht auf einem in bushaltestellen-werbeplakatgrösse! oder so ein popeliges kleines gelbes post- it. das man sich kurz vor prüfungsbeginn an die stirn geklebt hat und es dann vergessen hat, wo es ist, gerade jetzt, wo man es so dringend gebrauchen könnte.
nehmt ihr die herausforderung an oder verkriecht ihr euch unter euren stein der weisen?
bleibt aber nicht so lange dort. es könnte sein, dass ihr das beste verpasst durch langes hin und her- überlegen.